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Titelbild für Pusztamonster e.V. Gnaden- und Seniorenhof
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Pusztamonster e.V. Gnaden- und Seniorenhof

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Der Pusztamonster e. V. unterstützt den Gnadenhof für Hunde und andere Tiere, die sonst keine Chance hätten. Wir versorgen und begleiten sie oft ein Leben lang – mit Herz, Verantwortung und ganz viel Einsatz. Begleite uns auf dem Weg und werde Teil davon!

**Aus der wunderbaren Welt des Hundefutters**

Wir haben in letzter Zeit größere Mengen Futterspenden bekommen, darunter auch sehr viel Dosenfutter unterschiedlichster Marken. Vom Discounter bis zu Sorten, die ausschließlich im Direktvertrieb verkauft werden, dürfte preislich ungefähr alles dabei sein zwischen „günstig“ und „vermutlich mit Blattgold veredelt“.

Und ich muss sagen: Ich bin zunehmend fasziniert davon, wie unterschiedlich Hundefutter aussehen kann.

Manche Sorten sehen und riechen tatsächlich ziemlich appetitlich. Angenehme Farbe, vernünftige Konsistenz, und mit etwas gutem Willen glaubt man sogar erkennen zu können, was da ursprünglich einmal drin gewesen sein könnte.

Andere wiederum sehen aus, als hätte jemand den gesamten Inhalt drei Tage lang durch einen Hochleistungsmixer gejagt und anschließend beschlossen: Jo. Kann so raus.

Farblich ist ebenfalls praktisch alles vertreten.

Dann gibt es diese schöne, feste Pâté. Die bekommt man mit der Gabel einigermaßen würdevoll aus der Dose, sie landet vernünftig im Napf und insgesamt bleibt der Eindruck erhalten, dass hier Lebensmittel an Hunde verfüttert werden.

Und dann gibt es Futter, das man direkt aus der Dose in den Napf kippen kann. Dort steht anschließend eine leicht wabbelige, erstaunlich dosenförmige Masse.

Plopp.

Dose weg.

Hund guckt.

Ich gucke.

Die Masse bleibt stehen.

Und nein, das war keineswegs irgendein besonders billiges Futter.

Ein anderer Hersteller hat dafür offenbar eine sehr enge Beziehung zu Kümmel. Mehrere Sorten riechen danach. Warum genau Hundefutter nach Kümmel riechen muss, hat sich mir bisher nicht erschlossen.

Natürlich hätte ich dazu ein paar Erklärungsansätze.

Aber die möchte vermutlich niemand lesen.

Überhaupt scheint bei Dosenfutter wirklich fast alles möglich zu sein. Unterschiedlichste Farben, Gerüche und Konsistenzen – von „sieht völlig normal aus“ bis „was genau ist hier eigentlich passiert?“.

Und manches fällt sogar bei unseren Hunden durch.

Das will wirklich etwas heißen.

Beim Trockenfutter ist es übrigens nicht viel anders. Gerade verfüttere ich einen Beutel, in dem etwas steckt, das aussieht wie ein sehr robustes Cornflake. Das Teil ist erstaunlich hart und das gesamte Futter riecht derart penetrant nach getrocknetem Suppengemüse, dass Tosca mich eben einigermaßen ungläubig angesehen hat.

Ich musste ihr tatsächlich erklären, dass das Zeug vermutlich nicht so schmeckt, wie es riecht.

Danach hat sie es gegessen.

Begeisterung sieht allerdings anders aus.

Und während ich hier Dose um Dose öffne und Beutel um Beutel verfüttere, frage ich mich zunehmend, was Menschen in der Futtermittelentwicklung eigentlich so denken.

„Da fehlt noch was. Mach mal Kümmel rein.“

Oder:

„Es riecht wie Gemüsesuppe, sieht aber aus wie Trockenfutter. Perfekt.“

Oder vielleicht:

„Machma Matsche. Irgendwer wird’s schon toll finden.“

Ich verstehe es nicht.

Die Hunde meistens auch nicht.

Aber immerhin bleibt die Fütterung abwechslungsreich.
...

**Aus der wunderbare

**Wenn die KI mal wieder völlig übertrieben hat?**

Nein.

In diesem Fall tatsächlich nicht.

Die Bilder von Tosca sehen zwar so aus, als hätte irgendeine Bildbearbeitung beim Thema Hundepfoten kurz vollständig den Verstand verloren, aber das ist hier ausnahmsweise nicht die Schuld der KI.

Geändert wurde nur die Farbe des Bodens.

Der Rest ist original Tosca.

Tosca schläft nämlich regelmäßig in einer Haltung, bei der man sich unwillkürlich fragt, ob sie sich vor dem Einschlafen noch schnell selbst verknotet hat. Sie flechtet ihre vier Pfoten so ineinander, dass man im Grunde nur noch ein Seil drumherum wickeln müsste und denken könnte, der Hund sei ordentlich verschnürt worden.

Es sieht wirklich beeindruckend unbequem aus.

Tosca selbst sieht das offenbar anders und schläft in ihren Pfotenknoten vollkommen friedlich und tiefenentspannt.

Ich war jedenfalls sehr froh, dass mir davon endlich mal brauchbare Fotos gelungen sind. Denn wenn man das nur erzählt, klingt es ungefähr so glaubwürdig, als hätte die KI beschlossen, bei der Anatomie eines Hundes einfach mal kreativ zu werden.

Hat sie aber nicht.

Die Pfotenknoten sind echt.

Und Tosca kann das ganz alleine.
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**Die Scheiße geht schon wieder los.**

Brownie hatte gerade zum ersten Mal einen epileptischen Anfall. Und leider nicht nur einen kurzen, leichten.

Der Anfall war direkt ziemlich heftig: massive Krämpfe, Entleerung der Blase und eine Dauer von ungefähr vier Minuten. Danach brauchte Brownie noch einmal etwa vier Minuten, bis er wieder halbwegs bei sich war. Er konnte dann zwar aufstehen, war aber zunächst noch deutlich instabil.

Inzwischen ist einige Zeit vergangen. Brownie steht wieder sicher auf den Beinen, ist aber noch ziemlich unruhig und natürlich behalten wir ihn jetzt sehr genau im Auge.

Nach dem unschönen Verlust von Maxi, die ebenfalls Epilepsie hatte, waren wir gerade einmal eine nicht besonders lange Zeit ohne einen Hund mit epileptischen Problemen. Ich hätte Brownie – und ehrlich gesagt auch uns – sehr gewünscht, dass das noch eine ganze Weile so bleibt.

Aber offenbar war das nicht der Plan.

Also geht Brownie morgen direkt zum Tierarzt und wir lassen abklären, was hinter dem Anfall steckt und wie wir weiter vorgehen. Medikamente für den Notfall haben wir zum Glück noch ausreichend hier.

Im Moment bin ich hauptsächlich froh, dass er wieder steht, ansprechbar und stabil ist.

Und ansonsten bleibt gerade eigentlich nur:

Scheiße.

und wieder wird Diazepam im Kühlschrank gelagert....
...

**Bei Johnny wissen wir jetzt ein bisschen mehr.**

Wir haben ihn auf den bei Australian Shepherds immer wieder vorkommenden MDR1-Gendefekt testen lassen. Inzwischen ist das Ergebnis da: Johnny ist Träger der Mutation und kann sie auch an seine Nachkommen weitergeben.

Völlig überrascht hat mich das Ergebnis ehrlich gesagt nicht. Trotzdem ärgert mich so etwas. Nicht deshalb, weil ein Hund mit einer nachgewiesenen Mutation automatisch niemals in der Zucht eingesetzt werden dürfte. Aber genetische Risiken, die bekannt und problemlos testbar sind, gehören bei einer verantwortungsvollen Zucht berücksichtigt – bei der Auswahl der Elterntiere ebenso wie bei der Information der späteren Besitzer.

Einfach Hunde miteinander zu verpaaren und solche Dinge dem Zufall zu überlassen, halte ich für verantwortungslos.

Für Johnny selbst ist das Testergebnis vor allem eines: wichtige Information für seine medizinische Versorgung.

Bei MDR1 können bestimmte Medikamente problematisch sein. Deshalb haben wir eine Kopie seines Testergebnisses und die Liste der für seinen Befund kritisch eingestuften Medikamente direkt bei seinen Unterlagen hinterlegt.

Wir haben bei unserem Tierarzt einen eigenen Ordner für unsere Tiere, und dort liegt das Ganze jetzt bei Johnny. So müssen wir uns nicht irgendwann in einer ohnehin stressigen Situation daran erinnern, wo das Laborergebnis war oder welches Medikament noch einmal auf welcher Liste stand. Wer Johnny behandelt, kann sofort nachsehen.

Genau deshalb bin ich froh, dass wir den Test gemacht haben.

Johnny merkt von seinem Testergebnis natürlich überhaupt nichts und wird sich vermutlich auch künftig nicht dafür interessieren. Für uns dagegen ist es Wissen, das im falschen Moment ziemlich wichtig werden kann.

Und genau dafür sind solche Tests schließlich da: nicht um einen Hund mit irgendeinem Etikett zu versehen, sondern damit man weiß, worauf man bei ihm achten muss.
...

**„Frisst nicht“ – die aktuelle Pusztamonster-Serie**

Gerade bei unseren Senioren gehört „frisst nicht“ zu den Alarmzeichen, bei denen wir ziemlich schnell hellhörig werden. Und wenn es einen Hund trifft, der sich normalerweise mit großer Zuverlässigkeit auf alles Essbare stürzt, wird aus hellhörig sehr schnell: Tierarzt.

Den Anfang machte Mittwochabend Bosco. Bosco ist nun wirklich kein mäkeliger Esser und frisst normalerweise ziemlich zuverlässig alles, was man ihm vorsetzt. Mittwochabend schaffte er mit viel Mühe und Not ungefähr drei Mäulchen voll – und ihr erinnert euch vielleicht: Bosco hat zwar eine große Klappe, aber trotz gelegentlich lockerer Zähnchen tatsächlich ein ziemlich kleines Mäulchen. Drei davon sind also wirklich nicht viel.

Donnerstagmorgen fraß er wieder nichts, immerhin nahm er seine Herztablette. Also ging es direkt zum Tierarzt. Zum Glück wurde nichts Dramatisches gefunden: Die Zähne sind nicht wunderschön, aber aktuell auch nicht behandlungsbedürftig, die Temperatur war etwas erhöht, richtiges Fieber hatte er nicht, und sonst gab es keine auffälligen Befunde. Bosco bekam Medikamente und fraß Donnerstagabend wieder.

Super. Fall erledigt.

Das würde jedenfalls der naive Mensch denken.

Donnerstagabend beschloss nämlich Bobi, dass Essen vollkommen überbewertet sei. Keine Chance, kein Faden. Freitagmorgen dasselbe, also fuhren Bosco zur Kontrolle und Bobi zur Ursachenforschung gemeinsam zum Tierarzt.

Bei Bobi hatten wir das Problem vorher schon ziemlich gut eingrenzen können, denn er hatte mal wieder eine dicke Backe. Bobi produziert ja gern Schwellungen an verschiedenen Stellen und aus unterschiedlichen Gründen, dieses Mal lag die Schwellung allerdings so, dass wir und auch unsere Tierärzte von einem Zahnproblem ausgehen.

Fürs Wochenende gab es deshalb Antibiotikum per Injektion. Am Montag wird genauer geschaut und alles, was behandlungsbedürftig oder kritisch ist, kommt raus. Immerhin war Bobis Wange Freitagabend schon deutlich abgeschwollen und seit gestern Abend frisst er wieder.

Fall jetzt erledigt?

Nette Idee.

Gestern Abend war Zsizsi dran. Sie fraß nur ein paar einzelne Krümel aus ihrem Napf, der Rest blieb liegen. Heute Morgen dann: kein Krümel. Nicht einmal ihre Herzmedikamente wollte sie nehmen.

Und weil es in dieser Serie inzwischen beinahe schon langweilig vorhersehbar ist, gehört natürlich auch Zsizsi zu den Hunden, bei denen Essen einen ziemlich wichtigen Teil der Lebensqualität ausmacht. Wenn Zsizsi nicht frisst, ist also ebenfalls etwas nicht in Ordnung.

Jürgen ist gerade mit ihr auf dem Weg zum Tierarzt. Wann er zurückkommt, lässt sich nur grob schätzen. Samstags hat unser Tierarzt als einer der wenigen weit und breit geöffnet, entsprechend voll ist es dort ungefähr wie früher beim Schlussverkauf. Vielleicht sehe ich die beiden also irgendwann übermorgen wieder.

Ich weiß nicht, was wir hier gerade für eine seltsame „Frisst nicht“-Serie erwischt haben. Natürlich bin ich sehr froh, wenn sich jedes einzelne Problem als gut behandelbar herausstellt und niemand ernsthaft krank ist. Gleichzeitig schwanke ich inzwischen etwas zwischen „Oh nein, schon wieder einer, der nicht frisst“ und „Könnten wir uns vielleicht langsam ein neues Thema suchen?“

Bosco frisst wieder. Bobi frisst wieder. Jetzt muss Zsizsi bitte nur noch nachziehen.

Und vielleicht gilt ja auch hier: Aller guten – oder schlechten – Dinge sind drei. Dann hätten wir unser Soll erfüllt und könnten diese Serie wegen mangelnder Nachfrage gern absetzen.

*Bild zeigt nicht die "echten" Kandidaten*
...

**„Frisst nicht“