Hundehaltung bei den Pusztamonstern
Kein Zwinger, sondern Gruppen
Auf unserem Gnadenhof leben meist mehr als 30 Hunde – und jeder ist einzigartig. Der aktuell kleinste, Havaneser-Senior Bambam, wiegt kaum 3 Kilo und gehört zu unseren ältesten Hunden. Der größte ist unser 10-jähriger Bucovina-Herdenschutzhund Blue mit über 50 Kilo und 80 cm Schulterhöhe. Das Alter unserer Schützlinge reicht derzeit, 2025, von etwas über 1 Jahr (Hannes) bis 16 Jahre (Leo). Bei uns gibt es also alle Größen, jedes Alter und unterschiedliche Lebensgeschichten.
Einige Hunde hatten ein liebevolles Zuhause, bevor sie zu uns kamen – wie Bambam, Happy und Leo. Andere wurden misshandelt, waren halb verhungert oder lebten an der Kette. Manche Hunde kennen das Leben im Haus nicht und auch kaum außerhalb von Tierheimen oder Tötungsstationen – wie Shark, Sammy, Blue, Benchji oder Momo. Tosca zum Beispiel wurde als Welpe ausgesetzt und hat Schlimmes erlebt, bevor wir ihr ein sicheres Zuhause geben konnten, ihre Ängste sitzen immer noch sehr tief. Mini, ebenfalls Seniorin, wurde unter extremen Bedingungen geboren und ist bis heute ein Angsthund.
Leben in der Gruppe
Bei uns gibt es keine Zwingerhaltung und keine abgezäunten Einzelbereiche. Unsere Hunde leben in der harmonischen Gruppe, miteinander und mit uns – frei, sicher und geborgen. Eingesperrt werden sie nur kurzzeitig, wenn Fahrzeuge bewegt werden oder fremde Personen auf dem Hof sind, wie z.B. der Hufschmied. Danach genießen sie wieder volle Bewegungsfreiheit auf unserem fast 1 Hektar großen, eingezäunten Grundstück und können selbst entscheiden, wann sie Nähe suchen oder sich zurückziehen möchten, weil das Haus und die ehemaligen Ställe für die Hunde jederzeit zugänglich sind – als Rückzugsmöglichkeiten, Ruheplätze oder Beobachtungsstationen.
Integration von Neuzugängen
Neue Hunde beginnen zunächst in einem Stall zum Eingewöhnen. Bei gutem Wetter wird die Stalltür durch ein Gitter ersetzt, sodass sich die Tiere sicher kennenlernen können. Bereits am zweiten Tag dürfen die meisten Neuzugänge mit der Gruppe auf dem Hof laufen, stets unter unserer Aufsicht und Beobachtung. Nur in Ausnahmefällen dauert die Eingewöhnung länger.
Fütterung und besondere Versorgung
Beim Füttern werden alle Hunde konsequent getrennt, das hat vor allem diese drei Gründe:
Futterneid bei ehemals unterernährten Hunden zu vermeiden
lebensbedrohliche Krankheiten wie Babesiose früh zu erkennen – eins der Anzeigen ist oft Futterverweigerung
spezielle Diäten einzuhalten (z. B. für Allergiker oder Diabetiker)
Dieses Vorgehen trägt wesentlich zu einem friedlichen Miteinander bei.
Kastration und Vermeidung von Nachwuchs
Bis auf Bambam sind alle Hunde – Rüden und Hündinnen – kastriert –. Bambam war bereits im zweistelligen Alter, als er zu uns kam, und wir wollten ihm eine Narkose nicht mehr zumuten. Die Kastrationen verhindern unerwünschten Nachwuchs und helfen, das Zusammenleben in der Gruppe stabil zu halten.
Wir setzen uns bewusst dafür ein, dass unsere Hunde nicht zur Vermehrung beitragen, da es bereits zu viele Tiere ohne Zuhause gibt. Unser Fokus liegt darauf, verlassenen, alten und kranken Hunden ein sicheres, liebevolles Leben zu ermöglichen – bis zu ihrem letzten Tag.
Unser Anspruch
Bei uns stehen Würde, Sicherheit und Fürsorge für jeden Hund an erster Stelle. Jede Maßnahme – von der Gruppenhaltung über die Fütterung bis hin zur medizinischen Versorgung – dient dem Ziel, unseren Schützlingen ein Leben in Geborgenheit, Freiheit und Respekt zu ermöglichen.
Fragen? Kontaktiert uns!
Wir stehen euch für alle Fragen gerne zur Verfügung. Transparenz und ein offener Austausch sind uns wichtig, denn Vertrauen ist die Basis unserer Arbeit. Gemeinsam können wir Großes bewirken. Mit deiner Hilfe bleibt unsere Gnadenhof-Oase erhalten — ein sicherer Ort für alte, kranke und traumatisierte Hunde.