Collagile – unsere Erfahrungen
Erfahrungen mit Collagile bei unterschiedlichen Hunden
Diesen Erfahrungsbericht habe ich ursprünglich Ende 2020 bzw. Anfang 2021 geschrieben. Damals bekamen mehrere unserer Hunde Collagile, und ich wollte festhalten, warum wir es ausprobiert haben und welche Veränderungen wir bei den einzelnen Hunden beobachtet haben.
Inzwischen sind einige Jahre vergangen und einige der Hunde, über die ich hier berichte, leben heute nicht mehr bei uns.
Trotzdem möchte ich ihre Erfahrungen nicht einfach aus der Seite löschen. Zum einen werden unsere Collagile-Erfahrungen immer wieder von interessierten Lesern aufgerufen. Zum anderen ist diese Seite für mich selbst längst zu einer kleinen Dokumentation geworden. Bei vielen Hunden, Erkrankungen und vielen Jahren Tierschutz gehen Details irgendwann zwangsläufig unter.
Deshalb bleiben die damaligen Beobachtungen erhalten – heute nur etwas sauberer eingeordnet.
Wichtig: Das hier ist ein persönlicher Erfahrungsbericht. Aus unseren Beobachtungen lässt sich nicht ableiten, dass eine Veränderung tatsächlich durch Collagile verursacht wurde. Ein Ergänzungsfuttermittel ersetzt weder eine tierärztliche Diagnose noch eine notwendige Behandlung oder Schmerztherapie.
Warum wir Collagile ausprobiert haben
Bei vielen Hunden auf unserem Gnadenhof spielen Erkrankungen oder Veränderungen des Bewegungsapparates irgendwann eine Rolle.
Wir hatten und haben Hunde mit Arthrosen, Spondylosen, Bandscheibenproblemen, neurologischen Einschränkungen, angeborenen Veränderungen oder schlicht altersbedingt nachlassender Beweglichkeit.
Über die Jahre haben wir deshalb unterschiedliche Ergänzungsfuttermittel ausprobiert, unter anderem Grünlippmuschel, MSM und Teufelskralle. Bei manchen Hunden hatten wir den Eindruck, dass sie davon profitierten, bei anderen konnten wir kaum einen Unterschied feststellen.
Irgendwann begegnete mir immer häufiger Collagile und damit der Begriff der „bioaktiven Kollagenpeptide“.
Die Erfahrungsberichte, die ich damals fand, reichten von „keine Veränderung“ bis zu ausgesprochen enthusiastischen Berichten. Das machte mich neugierig – gleichzeitig war für mich klar, dass wir bei mehreren Hunden auch die laufenden Kosten berücksichtigen mussten. Mit einer langfristig gedachten Ergänzung anzufangen und sie wenig später aus Kostengründen wieder abzusetzen, erschien mir wenig sinnvoll.
Im Oktober 2020 haben wir schließlich begonnen, Collagile bei mehreren Hunden auszuprobieren.
Was ist Collagile?
Collagile dog ist ein Produkt auf Basis sogenannter bioaktiver Kollagenpeptide.
Als ich mich damals erstmals damit beschäftigte, sagte mir dieser Begriff ungefähr gar nichts. Mein Gehirn machte daraus außerdem hartnäckig „Korallenpeptide“, was die Sache nicht unbedingt übersichtlicher machte.
Statt hier selbst eine wissenschaftliche Abhandlung über Kollagenpeptide zu versuchen, verlinke ich lieber auf weiterführende Informationen für diejenigen, die sich genauer damit beschäftigen möchten.
Bioaktive Kollagenpeptide – weiterführende Informationen →
Produktzusammensetzungen, Fütterungsempfehlungen und Dosierungen können sich ändern. Deshalb führe ich hier bewusst keine Dosierungsanleitung mehr auf. Wer Collagile verwenden möchte, sollte sich dafür an den jeweils aktuellen Herstellerangaben orientieren.
Anwendung bei unseren Hunden
Das Pulver ließ sich bei uns unkompliziert füttern.
Unsere Hunde bekamen es mit ihrer normalen Mahlzeit. Da ich Trockenfutter ohnehin mit Wasser gebe, kam das Pulver einfach mit über das Futter.
Akzeptanzprobleme hatten wir nicht. Lediglich Malu schaute beim ersten Mal etwas irritiert auf das plötzlich weiße Zeug in ihrem Napf – gefressen hat sie es trotzdem.
Ich ging damals bewusst nicht davon aus, nach wenigen Tagen irgendeine Veränderung sehen zu müssen. Gerade bei solchen Ergänzungen ist es ohnehin schwierig, Veränderungen eindeutig zuzuordnen: Ein Hund hat bessere und schlechtere Tage, Belastung verändert sich, andere Medikamente oder Maßnahmen können gleichzeitig eine Rolle spielen und manches lässt sich schlicht nicht objektiv messen.
Genau deshalb habe ich die einzelnen Hunde damals getrennt dokumentiert.
Unsere damaligen Erfahrungen mit den einzelnen Hunden
Basti hatte vermutlich infolge eines Unfalls in seinem ersten Lebensjahr erhebliche Koordinationsstörungen. Im Alter wurden diese wieder deutlicher, zusätzlich fiel ihm das Aufstehen schwerer und sein Gang wurde unsicherer.
Natürlich konnte Collagile an seiner eigentlichen Koordinationsstörung nichts verändern.
Nach ungefähr acht Wochen hatten wir allerdings den Eindruck, dass Basti wieder leichter und flüssiger aufstand. Besonders auf griffigem Untergrund wirkte sein Gang stabiler als zuvor.
Für mich war bei ihm wichtig, beides auseinanderzuhalten: Die neurologische bzw. koordinative Einschränkung blieb bestehen. Verändert hatte sich nach unserem Eindruck vor allem seine allgemeine Beweglichkeit.
Benny hatte einige Jahre zuvor plötzlich massive Rückenprobleme entwickelt und konnte zeitweise nicht mehr laufen.
Er erholte sich davon soweit, dass er wieder selbstständig laufen konnte. Zurück blieben unter anderem eine zunächst deutlichere Kotinkontinenz, ein steifer Gang der Hinterhand und eine eingeschränkte Beweglichkeit der Rute.
Während der Zeit, in der Benny Collagile bekam, beobachteten wir, dass er insgesamt leichter und elastischer lief. Auch die Beweglichkeit seiner Rute erschien deutlich besser.
Ob und welchen Anteil Collagile daran tatsächlich hatte, lässt sich im Nachhinein natürlich nicht beweisen. Als Beobachtung war die Veränderung für uns damals aber deutlich genug, dass ich sie festgehalten habe.
Cody hatte immer wieder Probleme mit einer Schulter.
Nach stärkerem Toben oder Rennen lief er gelegentlich vorne auf einer Seite unrund. Die Beschwerden traten nicht zuverlässig reproduzierbar auf, weshalb sich bei ihm schon damals nur schwer beurteilen ließ, ob sich durch Collagile konkret etwas verändert hatte.
Cody lebt heute noch bei uns und bekommt Collagile weiterhin regelmäßig.
Er kommt damit gut zurecht. Eine einzelne, klar abgrenzbare Veränderung kann ich bei ihm bis heute nicht seriös benennen – gleichzeitig besteht für uns auch kein Anlass, die Gabe zu verändern.
Gerade Cody ist deshalb ein gutes Beispiel dafür, dass sich eine langfristige Ergänzung nicht bei jedem Hund anhand eines sichtbaren Vorher-Nachher-Effekts bewerten lässt.
Lara hatte einige Jahre zuvor buchstäblich über Nacht ihre Gehfähigkeit verloren.
Zum Glück erholte sie sich davon sehr gut und lief später wieder unauffällig. Als Folge blieb zeitweise eine Inkontinenz bestehen, die ohnehin nicht ständig auftrat.
Collagile bekam Lara damals vor allem, weil wir ihren Rücken und Bewegungsapparat im zunehmenden Alter unterstützen wollten.
Eine konkrete sichtbare Veränderung konnten wir bei ihr nicht feststellen. Auch die sporadische Inkontinenz eignete sich nicht dazu, daraus irgendeine belastbare Aussage abzuleiten.
Damit gehörte auch Lara eher in die Kategorie: Wir gaben es unterstützend, konnten aber keinen konkreten Effekt beurteilen.
Bei Malu war unsere Beobachtung damals eine ganz andere.
Sie gehörte mit fast 14 Jahren zu unseren ältesten Hündinnen. Ihre Hinterhand war zunehmend schwächer geworden, das Aufstehen fiel ihr schwerer und sie bewegte sich insgesamt deutlich langsamer. Rennen und Springen sahen wir kaum noch.
Innerhalb weniger Wochen nach Beginn der Collagile-Gabe veränderte sich ihr Verhalten und ihre Beweglichkeit für uns sehr auffällig.
Malu stand leichter auf, bewegte sich wieder deutlich mehr und begann sogar wieder von sich aus über den Hof zu laufen und zu springen.
Das war eine der deutlichsten Veränderungen, die wir bei den damaligen Collagile-Hunden beobachteten.
Auch rückblickend würde ich daraus nicht den Satz machen: „Collagile hat das bewirkt.“ Dazu fehlte uns selbstverständlich jede kontrollierte Vergleichsmöglichkeit.
Aber: Die zeitliche Veränderung war auffällig und für uns damals sehr erfreulich. Genau deshalb gehört sie in diese Dokumentation.
Meine beiden Mops-Jungs Monty und Nino hatten beide Rückenprobleme.
Damals bestand unter anderem der Verdacht auf Spondylosen, ohne dass wir dafür zu diesem Zeitpunkt eine abschließende Diagnose hatten. Bei Nino waren die Einschränkungen deutlicher ausgeprägt als bei Monty.
Beide hatten bessere und schlechtere Tage. Zeitweise liefen sie hinten deutlich instabil, Nino verlagerte die Belastung sichtbar stärker auf die Vorderhand.
Während der Collagile-Gabe hatten wir den Eindruck, dass beide ihre Hinterbeine wieder regelmäßiger und besser belasteten.
Die bestehenden Probleme verschwanden selbstverständlich nicht. Auch hier ging es aus unserer Sicht eher um eine Veränderung der Beweglichkeit innerhalb einer bereits vorhandenen Einschränkung.
Zu diesem Zeitpunkt kamen beide weiterhin ohne regelmäßige Schmerzmedikation aus. Das erwähne ich hier als Teil der damaligen Situation – nicht als Wirkung von Collagile.
Bei Olli fehlt von Geburt an auf einer Seite die Hüftpfanne. An einer solchen anatomischen Veränderung kann natürlich kein Ergänzungsfuttermittel etwas ändern.
Er bekam Collagile deshalb von Anfang an nicht mit der Erwartung, seine bestehende Fehlbildung zu verändern, sondern zur Unterstützung seines Bewegungsapparates.
Olli lebt ebenfalls noch bei uns und bekommt Collagile bis heute regelmäßig.
Er kommt damit gut zurecht. Auch bei ihm gibt es keinen einzelnen Effekt, den ich eindeutig Collagile zuschreiben könnte – und genau das war bei seiner Ausgangssituation auch nie unser Maßstab.
Olli zeigt für mich sehr gut, dass eine langfristige Unterstützung des Bewegungsapparates etwas anderes ist als die Erwartung, eine bestehende anatomische Veränderung sichtbar „wegzufüttern“.
Taco war ein älterer Deutscher Schäferhund und zeigte immer wieder Auffälligkeiten im Gangbild.
Zeitweise lief er unrund und schwerfälliger, stand hinten sehr eng und drehte die Sprunggelenke nach innen. Auch seine Aktivität hatte abgenommen und gelegentlich benötigte er Schmerzmittel.
Bei ihm beobachteten wir ähnlich wie bei Malu vergleichsweise schnell eine deutliche Veränderung.
Sein Gangbild wirkte wieder gleichmäßiger, er stand stabiler und begann vor allem wieder von sich aus mit Olli zu spielen.
Gerade letzteres war für mich damals besonders interessant. Mehr Eigeninitiative und wiederaufgenommenes Spiel sagen im Alltag manchmal mehr über das Befinden eines Hundes aus als die Frage, ob ein einzelner Schritt auf einem Video etwas sauberer aussieht.
Auch bei Taco gilt aber: Wir haben eine zeitliche Veränderung beobachtet. Einen ursächlichen Beweis liefert das nicht.
Was ich aus diesen Erfahrungen mitgenommen habe
Wenn ich die damaligen Beobachtungen heute mit Abstand zusammenfasse, ergibt sich kein simples „Collagile wirkt“ oder „Collagile wirkt nicht“.
Unsere Erfahrungen waren wesentlich differenzierter:
- Nicht bei jedem Hund war überhaupt eine Veränderung erkennbar.
- Bei Hunden wie Cody oder Lara konnten wir schlicht keine sinnvolle Aussage treffen.
- Bei Olli war aufgrund seiner anatomischen Ausgangssituation auch keine sichtbare Veränderung zu erwarten.
- Bei Basti sahen wir nach ungefähr acht Wochen Veränderungen in der Beweglichkeit.
- Bei Malu und Taco fielen uns Veränderungen bereits deutlich früher auf.
- Bei Monty und Nino hatten wir den Eindruck einer besseren Belastung der Hinterhand, ohne dass ihre grundlegenden Rückenprobleme verschwanden.
- Besonders auffällig waren für mich Veränderungen im Alltag: leichteres Aufstehen, mehr Bewegung, stabileres Laufen oder wiederaufgenommenes Spiel.
- Kein Ergänzungsfuttermittel kann anatomische Schäden, neurologische Erkrankungen oder andere bestehende Ursachen beseitigen.
- Bei unklaren oder nur gelegentlich auftretenden Beschwerden ist eine Bewertung besonders schwierig.
Und vielleicht ist genau das der wichtigste Punkt dieses ganzen Erfahrungsberichts:
Beobachten ist nicht dasselbe wie beweisen.
Ich kann beschreiben, was ich bei meinen Hunden gesehen habe und wann es aufgetreten ist. Ich kann aber nicht rückwirkend feststellen, welchen Anteil Collagile, normale Schwankungen, Bewegung, Alter, andere Maßnahmen oder schlicht der jeweilige Tageszustand daran hatten.
Würde ich unsere damaligen Erfahrungen als positiv bewerten?
Ja.
Nicht, weil plötzlich alle alten oder vorerkrankten Hunde beschwerdefrei über den Hof galoppierten. Das wäre weder realistisch noch eine seriöse Erwartung.
Sondern weil wir bei mehreren sehr unterschiedlichen Hunden Veränderungen beobachteten, die im Alltag relevant waren – während wir bei anderen eben keine Veränderung feststellen konnten.
Genau diese Mischung ist auch der Grund, warum ich den Bericht behalten möchte.
Er ist kein Wirkversprechen und keine Kaufempfehlung.
Er ist eine Dokumentation dessen, was wir mit unterschiedlichen Hunden erlebt haben.
Und falls ich in fünf Jahren wieder hier sitze und mich frage: „Wie lange hatte das damals eigentlich bei Basti gedauert?“ – dann weiß ich wenigstens, wo ich nachsehen kann.







