Gandi

geb. ca. 12.02.2014

junger schwarz-grauer Mioritic, rumänischer Herdenschutzhund

19.12.2025

Die Herzwurmbehandlung von Gandi war erfolgreich, was uns für den tollen alten Herrn sehr gefreut hat. Allerdings war seine Zeit bei uns dennoch viel zu kurz. 

Gandi hatte schwere Spondylosen im Brustwirbelbereich und bekam schwere Schmerzmittel und auch Librela. Zwei Monate half Librela ihm gut, danach schien es keine Wirkung mehr zu haben. Gandi ging es nicht gut, er hatte sichtlich Schmerzen, versteckte sich und mochte nicht fressen. Mit viel Zureden nahm er manchmal wenigstens seine Tabletten. Natürlich waren wir ständig mit ihm beim Arzt und bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass die Lymphknoten verdickt sind. Ein Blutbild hat verheerende Werte der weißen Blutkörperchen ergeben. Es gab dann zwei Verdachtsdiagnosen: entweder hat er irgendwo im Körper eine massive Entzündung, die zu der Verdickung der Lymphknoten und den verheerenden Werten der weißen Blutkörperchen führt, oder es ist Leukämie.

In der weiteren Untersuchung während seiner Infusionen und Medikamente zeigte sich dann das wahre Ausmaß des Problems. ImUltraschall zeigte sich ein bereits sehr großer Milztumor. Auch die Leber war massiv beeinträchtigt und in einem so schlechten Zustand, dass eine Operation keine Option mehr war. 

Gandi hatte – trotz all der Medikamente – weiterhin starke Schmerzen. Und damit war klar: Alles andere wäre nur ein Festhalten aus Egoismus gewesen. Also haben wir ihn gehen lassen.
Jetzt ist er wieder bei Hera, mit der er auch zu uns kam. Die beiden hatten nur sechs bzw. sieben Monate bei uns. Sechs, sieben Monate Sicherheit, Fürsorge, Wärme. Nach einem Leben, das alles andere als fair war. Wir hätten ihnen so sehr noch so viel mehr Zeit gewünscht. Sie hätten sie so sehr verdient gehabt.
Beide waren einfach nur besondere Hunde. Leise, sanft, tief berührend. Seelen von Hund.
Und genau deshalb tut es so weh. Und genau deshalb ist es so unfassbar unfair.
Run free, lieber Gandi.
Grüß Hera von uns.

01.06.2025

Natürlich ist Gandi zwischenzeitlich bei uns angekommen und nun gibt es ein paar Informationen und auch Bilder von ihm.

Gandi kam zusammen mit Hera und ist ein freundlicher älterer Herr. Einige Stunden nach seiner Ankunft ging es ihm gar nicht gut und wir waren sofort mit ihm beim Tierarzt. Es wurde festgestellt, dass er ein vergrößertes Herz hat, Wasser in der Lunge, verknöcherte Brustwirbel und auch Herzwürmer. Natürlich wurde sofort mit der Behandlung begonnen; er bekommt nun reichlich Medikamente, Schmerzmittel und auch Antibiose wegen der Herzwürmer, und es ging ihm kurze Zeit später bereits deutlich besser. Die Herzwurmbehandlung wird noch einige Wochen andauern, aber wir wünschen ihm sehr, dass alles positiv verläuft. 

Mit seinen vierbeinigen Mitbewohnern verträgt Gandi sich gut und nähert sich ihnen in seinem eigenen Tempo immer mehr an. Er mag nicht belästigt werden und sagt das dann auch deutlich – aber das wird von allen akzeptiert und so steht einem friedlichen, noch langen Zusammenleben nichts im Weg.

03.05.2025

Zusammen mit Hera – die inzwischen eine eigene Seite hat – wird am 09.05.2025 auch Gandi bei uns einziehen.
Er stammt ebenfalls aus einem großen rumänischen Shelter mit rund 700 Hunden. Über ihn wissen wir derzeit fast nichts; auf der Vereinswebsite ist er nicht gelistet – dort ist ohnehin nur etwa die Hälfte der Hunde aufgeführt – und selbst im Shelter hat er bislang keinen Namen erhalten.

Erst durch Heras Vermittlerin erfuhren wir überhaupt von ihm. Sie erwähnte ihn, als wir noch überlegten, ob wir Hera trotz ihrer gesundheitlichen Herausforderungen aufnehmen könnten.

Gandi soll ein deutlich älterer Senior sein, zeigte sich beim Besuch der Vermittlerin jedoch ruhig und freundlich. Größere gesundheitliche Probleme sind nicht bekannt. Lediglich ein altersbedingt auffälliger Gang könnte darauf hindeuten, dass er zeitweise Schmerzmittel benötigen wird. Seine Ohren wurden – aus unbekannten Gründen – vor seiner Ankunft im Shelter abgeschnitten. Die Wunden sind jedoch vollständig verheilt und erfordern normalerweise keine weitere Behandlung.

Zuletzt teilte Gandi seinen Zwinger mit einem Hund, der bereits mehrere seiner Artgenossen angegriffen und getötet hat.
Gerade dieser Umstand gab letztlich den Ausschlag, auch ihm einen Platz bei uns zu geben – damit er seinen Lebensabend nicht in ständiger Bedrohung verbringen muss oder dieser vorzeitig beendet wird.

Weil er laut Vermittlerin ein wenig aussieht wie Gandalf, nennen wir ihn nun liebevoll „Gandi“. Wir hoffen sehr, dass sein Gesundheitszustand stabil bleibt und er noch viel Zeit bei uns verbringen kann.

Ein paar erste Bilder haben wir vorab von ihm erhalten – der Rest ist, vorerst, ein Überraschungspaket.